Tätigkeitsberichte Tageszentrum Miteinander Füreinander Meilen

Tätigkeitsbericht 2007

Tageszentrum Miteinander Füreinander Meilen 

Dr. med. Lilly Merz Raff, lic. phil. Diethelm Raff

 

Sehr geehrte Damen und Herren

 

Wie jedes Jahr blicken wir auf ein reichhaltiges Programm und viele Tätigkeiten zurück und wir berichten Ihnen gerne darüber. 

Es sei vorab allen gedankt, die sich so tatkräftig engagiert haben und die ganze Arbeit im Tageszentrum Meilen mitgestaltet haben. Ohne die zahlreichen freiwilligen Helfer würde diese schöne und psychologisch sinnvolle Arbeit nie möglich sein.

 Wir berichten zuerst einmal von den regelmässigen und ausserordentlichen Aktivitäten und Angeboten.

1) Sehr beliebt und gut besucht ist die psychologisch geführte Kochgruppe mit gemeinsamem Mittagessen, die vier bis fünf Mal pro Woche stattfinden. Sie wird an jedem Tag von unterschiedlichen Menschen besucht, einige sind auch einige Male pro Woche anwesend. Manchmal sind wir 10, manchmal 15 oder sogar 20 Teilnehmer. Trotz der Grösse versuchen wir immer, das Gespräch am Mittagessen unter Leitung von Dr. med. Lilly Merz Raff und Diethelm Raff zusammen zu führen und auch für jeden etwas zu besprechen, wovon er für sein eigenes Leben, für seine Fragen oder für die Erweiterung der Menschenkenntnis profitiert. So erhält jeder, der sich dafür interessiert einen unkomplizierten Zugang sowohl zum theoretischen Wissen in der Psychologie als auch einen Zuwachs an Nähe zu und Wohlwollen für den anderen Menschen. Es ist ein eigentlicher Kurs in Menschenkenntnis, Gefühlsaufarbeitung und direkter Kommunikation. Der Versuch, alle noch so unterschiedlichen Menschen zueinander zu führen, ist bis jetzt gut gelungen und beruhigt jeden zutiefst im Gemüt, da keiner Angst haben muss, ausgeschlossen zu werden, komisch zu sein oder nicht dazu zu passen. Zudem erfährt jeder, dass er als Mitmensch für die anderen eine Bedeutung hat, nicht nur beim Kochen und gegenseitigen Bedienen, sondern auch im Gespräch, sei es alleine dadurch, dass man seine Aufmerksamkeit und sein Interesse einem anderen schenkt und bei dessen Situation mitdenkt und überlegt, wie sich der andere fühlen und wie er weitermachen könnte. 

 

2) Psychologische Gruppengespräche mit Diethelm Raff und Lilly Merz Raff: Ein psychologisches Gruppengespräch, die Erziehungs- und Pädagogikgruppe, wird von Eltern, Lehrenden und sozial Tätigen zur Besprechung ihrer speziellen Sorgen in der Kindererziehung und anderen erzieherischen Situationen besucht. Ein zweites psychologisches Gruppengespräch wird von Menschen unterschiedlicher Lebens- und  Gefühlssituationen und Problemen besucht. 

In der Erziehungs- oder Elterngruppe, wie sie genannt wird, wird herausgeschält, was das Kind bewegt, wenn es für die Eltern Probleme macht oder Probleme hat. Wir glauben nicht, dass wir einfach gute Tipps geben können, auch wenn diese manchmal hilfreich sind. Vor allem aber versuchen wir, die psychologischen Zusammenhänge herauszuschälen, uns der psychischen Situation der Eltern und der Kinder sorgfältig anzunähern und dann Lösungswege zu suchen, die der psychischen Situation von Eltern und Kindern, Lehrenden und Schülern angepasst sind. Die Not der Eltern, der ehrenden und sozial Tätigen ist oft gross und so ist diese Gruppe sowohl eine Erleichterung für denjenigen, der im Moment Hilfe erhält als auch für denjenigen, der dabei ist, mithilft und merkt, dass er nicht der Einzige ist, der Probleme in der Erziehung hat. Auch für denjenigen, der nicht im Alltag mit Kindern und Jugendlichen steht, ist es sehr hilfreich zu erleben und mitzugestalten, wie man ein Problem psychologisch angehen kann, so dass man es auf verschiedenste Situationen anwenden kann und sich und andere dabei besser kennenlernt. Deshalb können wir diese Gruppen auch praxisorientierte psychologische Seminare nennen, die im besten Sinn psychologische  Weiterbildungen darstellen. Die Gespräche standen unter dem Titel wie man die Ungeduld in der Erziehung überwinden kann und später, wie sich Geschwister  besser verstehen können und wie die innere Stellungnahme der Eltern diese Fähigkeit beeinflusst.

Im zweiten Gruppengespräch, das wir führen, werden ganz unterschiedliche Themen diskutiert. Auch hier versuchen die Leiter der Gruppe, Diethelm Raff und Lilly Merz Raff, zusammen mit den Teilnehmern die Zusammenhänge zwischen den aktuellen Problemen und den früheren Erlebnissen in der Entwicklung zu ziehen und dann eine Verbesserung im Umgang dieses Problems wie auch in der Gefühlslage zu bewirken. Im 2. Semester standen diese psychotherapeutischen Gespräche unter dem Titel: Wirkung der autoritären Erziehung auf das Selbstwertgefühl. Wie sieht eine Korrektur aus? 

In beiden Gruppen wirken die allgemeinen positiven Aspekte eines Gruppengesprächs, nämlich die Erkenntnis, dass man erstens nicht mehr alleine ist mit Problemen, zweitens die Möglichkeit hat, sich in diesem oder jenem Problem zu spiegeln, oder drittens auch sein eigenes Problem besser zu fassen - teils durch Ähnlichkeiten, teils durch Abgrenzung zu den anderen Problemen, viertens eine Vergrösserung der Menschenkenntnis und Anteilnahme. Fünftens hilft auch die allgemeine Auseinandersetzung mit seelischen Abläufen für die eigenen Problemstellungen. Sechstens kann man sich aber auch realistischer mit anderen Menschen vergleichen, wird realitätsbezogener. 

 

3) Dem Zuwachs an Menschenkenntnis dienen auch die regelmässigen Vorträge zu Grundlagen der Psychologie, die wir anbieten und gerne von 15 bis 40 Personen besucht werden. Wir kündigen die Vorträge in den lokalen Medien und bei unseren Kontakten an. Die Vorträge behandeln Fragestellungen, die fast jeder im Leben einmal kennengelernt hat, sei es selbst oder im Freundes- oder Bekanntenkreis. Auch hier geht es uns um eine Wissenserweiterung, einem Bildungsanspruch, der dazu dienen soll, sich besser im Leben mit seinen Fragestellungen zurechtzufinden.  Bei diesen Vorträgen ist es uns wichtig, dass wir so sprechen, dass möglichst jeder mitdenken kann, auch wenn es passieren kann, dass einige unsere Fachkenntnis wegen der fehlenden Fremdwörter und der  angemessenen Bescheidenheit unterschätzen. Folgende Vorträge haben stattgefunden: 

Am 11. Januar  hielt Frau Dr. med. Lilly Merz, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie einen Vortrag mit dem Titel: 
Wie entstehen Depressionen und wie findet man aus ihnen heraus?

Am 25. Januar entwickelte die bekannte Jungianerin Dr. phil. Kathrin Asper, dipl. analyt. Psych mit uns das Thema „Neid und Eifersucht im Märchen“ und stiess auf grosses Echo.

Am 1. März sprach unser Vorstandsmitglied Professor Dr. Helmut Winter
 über „Die Bedeutung der Geschwisterbeziehung für das seelische Wohlbefinden“.

Am 29. März legte Frau Dr. med. Lilly Merz dar: 
Warum und wie hilft Psychotherapie bei seelischen Problemen?

Am 3. Mai regte lic. phil. Diethelm Raff, Psychologe FSP zum Nachdenken an mit dem Thema: „Erziehung zum Frieden - Ein Beitrag zur Verhinderung von Kriegen“

Am 31. Mai  begeisterte Frau Dr. med. Lilly Merz mit dem Thema: „Welche Faktoren führen zu erfüllender Liebe, Sexualität, Partnerschaft?“, was zu vielen weiteren Gesprächen führte.

Am 5. Juli referierte Dr. med. Lilly Merz Raff deshalb noch einmal zum Thema „
Das Gespräch als Grundlage von erfüllender Liebe, Partnerschaft und Sexualität“.

Und am 29. November sprach Diethelm Raff über „Der Sinn des Lebens aus individualpsychologischer Sicht“

Sie sehen, wie gross der Umfang der Themen ist, mit denen wir uns befassen und die ja immer auch im Tageszentrum in Meilen ein Echo und weitere Gespräche hervorrufen oder schon vorher vorbereitet sind.

 

4) Anschliessend an die heutige Veranstaltung im April 2008 erweitern wir unser Bildungsangebot um drei Lesegruppen in der Woche. Alle Bücher werden sorgfältig auf ihren Gehalt an psychologischen Überlegungen und an gefühlsmässiger Aufarbeitung eines Problems ausgesucht. So können wir wieder von einer anderen Seite die psychologischen Fragestellungen aufrollen. Es handelt sich um eine psychologische Weiterbildung, die man für sich in Anspruch nehmen kann, soweit man die Bereitschaft zu theoretischer Auseinandersetzung mitbringt und soweit es die gefühlsmässigen Voraussetzungen erlauben, sich verschiedenen psychologischen Fragestellungen anzunähern. Diese Angebote finden in kleinerem Rahmen statt – 4 - 8 Personen - und sind damit persönlicher. Es kann deshalb auch etwas genauer auf den Einzelnen eingegangen werden und öfter versuchen wir deshalb auch die aufgeworfenen Fragestellungen auf andere Situationen zu übertragen, sie zu transferieren, - um ein Fremdwort zu benutzen -  und damit zu einem besseren Verständnis und mehr Einblick in innere Zusammenhänge zu kommen.

 

5) Frau R. hat in diesem Jahr auch wieder mit viel Engagement jeden Donnerstagnachmittag die Näh– und Strickgruppe geführt und konnte monatlich im Kreativen Gestalten für Erwachsene und Kinder eine Einführung ins Basteln mit Kindern geben. Auch das Anfertigen von Dekorationen für Ostern, Advent und Weihnachten zusammen mit Erwachsenen und Kindern machten viel Freude und es entstanden zum Teil enge Beziehungen der Teilnehmer. 

 

6) Im wöchentlichen kreativen Gestalten haben auch dieses Jahr viele Teilnehmer etwas Schönes für sich oder den Bazar für Beat Richner hergestellt.

 

7) Unsere Kaffeerunden, 4 Mal pro Woche, sind auch ein fester Bestandteil und ein Ruhepol im Tageszentrum Meilen, ebenfalls geleitet von Dr. med. Lilly Merz oder dem Psychologen Diethelm Raff. Hier schliessen sich immer wieder Menschen an, die nur um diese Zeit kommen können und die Beziehung zu den Teilnehmern und zu uns Leitern halten wollen. Es geht auch hier um ein Auftanken an Beziehung, ein Weiterführen von Freundschaften und ein unkompliziertes Treffen von netten Leuten.

 

8) Zugunsten der tollen und mutigen Arbeit von Dr. Beat Richner, Beatocello, konnten wir auch dieses Jahr viel in unserem Bazar verkaufen und den Erlös von etwa 2000 SFr. an die Kinder in Kambodscha weiterleiten,  So trugen viel auch in diesem Jahr durch Backen und Basteln neben dem Kochen oder an den Nachmittagen dazu bei, dass verschiedene Objekte verkauft werden können. Immer wieder kommt jemand mit Selbstgemachtem, mit schönen Dingen von zuhause und möchte so beitragen zum Werk von Beat Richner. So kann auch jemand beitragen, der keine Zeit hat, zu uns ins Tageszentrum Miteinander Füreinander zu kommen. In den oben erwähnten Aktivitäten stellen wir ebenfalls Beiträge für den Bazar her. Mit Beat Richner verbindet uns die Idee, dass jeder Mensch auf der Welt das Anrecht darauf hat, die beste Behandlung zu erhalten, die bis heute möglich ist. Genauso meinen wir, dass wir im Tageszentrum Meilen die gegenseitige Unterstützung und das bestmögliche Wissen allen zugute kommen lassen wollen, unabhängig vom Einkommen und der Herkunft.

 

9) In diesem Jahr konnten wir dank einigen engagierten Mitarbeitern einen Deutschkurs für fünf Asylanten aus verschiedenen Ländern anbieten. Dieser Kurse gab einen vertieften Einblick in die Kulturen und bereicherte alle sehr.

 

10) Verschiedene Einzelaktivitäten:

 

a) Vom 1. Februar bis 15. März berührten wir intensiv mit verschiedenen Angolanern und Kongolesen die Frage, wie in verschiedenen Kulturen die Lebenseinstellungen und Gefühlslagen, ja sogar die unbewussten Zielsetzungen in der Art des Gemeinschaftslebens zum Vorschein kommt. Wir versuchten anhand von Gefühlen und Vorstellungen im Umgang mit dem anderen Geschlecht, in der Erziehung, im Umgang mit Freunden und Kollegen, im Alltag bei der Arbeit und in spezifischen Fragen, wann und ob man sich dem anderen näher fühlt oder fühlen kann. Dies ist und war eine grosse Herausforderung an die Fähigkeit, in Austausch zu kommen über solche Grundeinstellungen im Leben. Wir fanden aber, dass es gut gelungen ist, sich genauer zu verstehen und eine zusätzlichen Zugang zu finden, wie stark unbewusste Haltungen aufgrund verschiedener Erlebnisse in der Kindheit das alltägliche Leben des Menschen bestimmen, ja sogar erzwingen können. 

b) Ganz besonders toll war unser Ausflug ins Freilichtmuseum Ballenberg am 17. Juni. mit 16 Personen. Die einen kamen mit der Bahn, die anderen mit dem Auto angereist und wir verbrachten einen sonnigen, gemütlichen, aber auch sehr interessanten und spannenden Tag. Für einige war es seit langem wieder einmal eine weitere Reise und damit auch ein Wagnis, ob das überhaupt gut geht. Das Gelingen war dann auch für jeden ein Erfolg und eine Stärkung des Selbstwertgefühls.

c) Am 7. September hatten wir einen Marktstand am Meilener Herbstmarkt, der von zwei Meilener Frauen sehr gut vorbereitet wird. Wir hatten dort viele Kontakte zu Besuchern aus der Umgebung

d) Am 6. Dezember führten wir ein Konzert mit irischer Musik und Gesang mit Joan Croker durch, die sehr sensibel und herzerwärmend die vielen Besucher erfreute. 

e) Schon traditionellerweise führen wir am 24.12. unser Weihnachtsfest mit Essen, Gesprächen, Geschenken, Singen und gemütlichem Beisammensein durch. Es bildet einen würdigen Abschluss des Jahres und ist für viele, denen es in dieser Zeit etwas schwer ums Herz ist, ein schönes gemeinschaftliches Erlebnis und eine Erholung.

 

Persönliche Entwicklungen

Nach der kurzen Darstellung unserer Aktivitäten möchten wir Ihnen zwei Beispiele von persönlichen Entwicklungen berichten, die in diesem Jahr stattfanden:

 

a) Eine Frau vom Ausland verbrachte schon einige Jahre hier in der Schweiz, konnte aber keine Beziehungen hier aufnehmen, weil sie sich sehr schnell abgelehnt fühlte und eher darauf wartete, dass sie angesprochen wird. Wir gehen hier ja davon aus, dass wir den anderen mit seinem Hintergrund kennenlernen können und uns deshalb besser verstehen und solche Schwächegefühle auffangen können. Sie fühlte sich hier bald sehr wohl, weil sie merkte, hier wird sie entgegengenommen und deshalb verlor sie auch bald ihre niedergedrückte Stimmung. Sie nahm an vielen Aktivitäten teil und regte viel an, miteinander etwas zu unternehmen. Sie erlebte es sehr gut, dass man mit ihr leben kann. Sie war zu Hause immer die Schwierige und baute darauf unbewusst ihr Meinung über alle Menschen auf. Deshalb befürchtete sie dasselbe auch bei uns. Sie benahm sich tatsächlich auch manchmal schwierig. Vor allem dachte sie oft, dass sie nicht ankommen kann, wenn sie nicht besonders beachtet werde. Sie fühlte sich sehr oft sehr schnell zurückgestossen. Diese Gefühle konnten in dem Zeitraum, in welchem sie im Tageszentrum in Meilen war, gemildert werden. 

 

b) Sehr lange Zeit war eine Frau bei uns im Tageszentrum Miteinander Füreinander, die als depressiv und teilweise dement beurteilt worden war. Es war unklar, ob sie durch den jahrelangen Medikamentenabusus auch in ihren kognitiven Bereichen eingeschränkt ist. Ihr Familienleben war sehr bedrückend, weil ihre Familie sie teilweise schon aufgegeben hatte. Sie kam mehrmals pro Woche und erlebte hier, dass man sie nicht fallen liess. Sie konnte hier sein, wie sie war. Sie konnte oft nicht so grosse Freude zeigen, aber sie war immer aktiv dabei. Sie hat Freundschaften im Tageszentrum Meilen aufgebaut und durch den Mut, den sie dadurch fand, auch über die Teilnehmer im Tageszentrum Miteinander Füreinander hinaus Kontakte zu anderen Menschen aus ihrem Umfeld aufgenommen. Sie hat auch die Freundschaften mit diesen neuen Freunden gehalten, als sie dann nur noch sehr selten bei uns einen Besuch abstattete. Sie erlebte und mit ihr alle anderen, dass man als Mensch gleichwertig ist, auch wenn man einmal nicht in bester Form ist. Es zeigt sich ja immer wieder, dass es nicht darauf ankommt, wie man sich präsentiert, sondern wie man als Mensch ist. 

 

Zum Schluss müssen wir auch etwas Schmerzliches mitteilen: unser Freund und langjährige Mitarbeiter, Architekt und psychologisch geschulte Professor Helmut Winter ist im Dezember 07 an seinem Krebsleiden gestorben. Er hat sehr vielen Teilnehmern persönlich und menschlich mit sehr viel Einfühlungsvermögen und grösstem Engagement über 5 Jahre sehr viel geholfen, sie auch in schulischen und universitären Belangen sehr unterstützt. Es ist für uns ein grosser Verlust in menschlicher Hinsicht. Er hat aber auch alle Entwicklungen im Tageszentrum Miteinander Füreinander als Vorstandmitglied auf seine differenzierte Art und Weise und seine Freude am Mitmenschen und für das Detail mitgestaltet und mitgetragen und zudem sehr viel für eine gleichwertige Stimmung beigetragen und für eine forschende Haltung allen Fragen des Lebens gegenüber. Wir werden ihn sehr vermissen.

 

Eine Freude ist es für uns, dass eine weitere Psychologin bei uns angefangen hat mitzuarbeiten. Es ist Frau Fatemeh Parsania, die aus dem Iran kommt und sowohl auf deutsch wie auf persisch (Farsi) therapeutisch arbeiten kann. Sie hilft, wo sie kann, im unserem Tageszentrum Meilen mit.

Dr. med. Lilly Merz Raff lic. phil. Diethelm Raff

Präsidentin Aktuar

 

Tätigkeitsbericht 2008 

VON LILLY MERZ RAFF UND DIETHELM RAFF

TAGESZENTRUM MITEINANDER · FÜREINANDER MEILEN

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde

Wie jedes Jahr blicken wir auf ein reichhaltiges Programm und viele Tätigkeiten zurück und wir berichten Ihnen wieder gerne darüber.

Ich möchte zuerst allen danken, die sich ein weiteres Jahr oder erst neu engagiert und die ganze Arbeit im Tageszentrum Meilen mitgestaltet haben. Ohne die freiwilligen Helfer könnten wir diese schöne und psychologisch sinnvolle Arbeit nicht durchführen.

Wie letztes Jahr können wir von den ausserordentlichen Aktivitäten und Angeboten berichten. 

 

I. Zuerst zu den ausserordentlich Aktivitäten:

1) Dr. med. Lilly Merz Raff und Diethelm Raff besuchten Professor Klaus Dörner in Hamburg, um mit ihm unser Konzept und unsere Erfahrungen zu besprechen. Er war einer der entscheidenden Begründer der Sozialpsychiatrie und Kritiker der psychiatrischen Versorgung in Deutschland und ist vielen mit dem Buch „Irren ist menschlich“ bekannt. Er war von unserem Ansatz und unserem Konzept sehr beeindruckt. Er sah in unserer Arbeit eine schöne Weiterführung seines Werkes in der Sozialpsychiatrie und fand, dass wir so vieles verwirklicht haben, was er sich immer gewünscht hat, unter anderem, dass wir eine Integration über das allgemein Übereinstimmende verschiedener Menschen finden, um so nicht  nur schwer seelisch Angeschlagenen besser helfen zu können, sondern dabei jedem Beteiligten eine Lernsituation zu ermöglichen, in der er seine eigenen seelischen Verirrungen verändern kann. Dieser gleichwertig fühlende Professor und engagierte Streiter für mehr Menschlichkeit meinte, er könne unseren Ansatz nur unterstützen und sich daran freuen, aber hätte keine Vorschläge für eine Verbesserung.

2) Professor Luc Ciompi, der Begründer der sozial innovativen Soteria in Bern, hat sich Zeit genommen, uns zu supervidieren. Luc Ciompi hat in der Schweiz und darüber hinaus viel beigetragen, die Psychiatrie menschlicher zu gestalten und ist aufgrund seiner langjährigen Forschung und Erfahrung sicher, dass psychische Leiden, auch psychiatrisch schwere Leiden erklärbar und veränderbar sind. Er verfolgt das Konzept der Logik der Affekte, das mit unserem Ansatz eine grosse Nähe besitzt. Luc Ciompi war ebenfalls sehr angetan von unserem Konzept und unserer Arbeit. Wir nehmen im Gegensatz zu seiner Soteria, in der psychotisch fühlende Menschen aufgenommen werden, Menschen mit den verschiedensten Diagnosen zusammen, was verschiedenste Fragen, auch Forschungsfragen, aufwirft, und spezifische Schwierigkeiten mit sich bringt. Doch können so auch die Ressourcen der Psychotiker besser genutzt werden.

3) Das 5-Jahres-Jubiläum mit dem Tag der offenen Türe am 12. April war ein grosser Erfolg. Wir haben breit eingeladen und auch in der lokalen Zeitung vor und nach der Einladung einen Artikel veröffentlicht und konnten ebenfalls im Tages-Anzeiger und in die Zürichseezeitung einen Bericht über die Veranstaltung abdrucken, so dass wir unser Konzept einer etwas breiteren Öffentlichkeit vorstellen und es diskutieren konnten. Wir hatten viele Besucher, mit denen wir Kontakte knüpfen  und unser Austausch mit verschiedenen Fachpersonen ausdehnen konnten.
   

4) Um unser Vorgehen transparenter zu machen und zur Diskussion zu stellen und Interessenten unser Vorgehen darzustellen, haben wir eine neue Website entwickelt. Sie finden Sie unter www.tageszentrum-meilen.ch. Schauen Sie sich diese doch an. Sie ist sehr reichhaltig und zeigt genau, wie wir arbeiten, was wir behandeln und welches Konzept wir verfolgen, und darüber freuen wir uns, weil so auch viele Anregungen, positive und kritische, uns erreichen und wir freuen uns über beides. Letzteres sogar noch mehr, weil das Anregung gibt, sich zu verbessern. Denn wir sind uns bewusst, dass in diesem Feld der Psychologie generell noch viel zu verbessern ist und für alle Verantwortlichen hier, dass wir uns noch immer verbessern können. Denn wir haben oft mit sehr komplizierten Abläufen und psychischen Situationen zu tun, in denen es immer ein Freude ist, wenn eine Verbesserung gelingt und es öfter auch nicht geht. Jede Anregung ist uns deshalb immer willkommen.

5) Wir haben am Weihnachtsbazar in Meilen teilgenommen, der von zwei Frauen aus Meilen mit grossem Engagement organisiert wird. Für dieses Ereignis hat Frau W. zusammen mit einigen Besuchern des Tageszentrum Meilen in liebevoller Arbeit fünf Lebkuchenhäuser gezaubert, die auf grosses Interesse stiessen. Auch die aus Äpfeln einer Patientin gemachten „Apfelbäschteli“, die wir verteilt haben, haben die Aufmerksamkeit der Bazarbesucher geweckt. Es ist eine gute Gelegenheit, die Arbeit und die Ziele des Tageszentrum Miteinander Füreinander darzustellen und den Meilemern bekannt zu machen.

6) Neu erhielten wir Nachbarn auf dem gleichen Stock mit der Praxis von Chinesen für traditionelle chinesische Medizin, mit denen wir gut zusammenarbeiten können.

II. Von den allgemeinen Aktivitäten wollen wir vor allem hervorheben, was wir Neues machen und das andere nur kurz erwähnen:

1) Wir haben neu eine Auftragsarbeit durchgeführt. Dies ist je nach Zahl und Vorlieben der Teilnehmern möglich. Dieses Mal konnten wir für einen Privaten einen komplett neuen Anstrich für eine Küchenkombination machen.

2) Forschungsgruppe: 
Wir haben uns mit einigen Psychologen und Psychiatern an die Arbeit gemacht, die Wirkfaktoren für die Besserung/Heilung auf psychischer Ebene theoretisch aufzuarbeiten, darzulegen und mit unseren Beispielen zu überprüfen. Ein Einblick in erste Resultate werden Sie im nachfolgenden Vortrag von Diethelm Raff hören. Wir erachten es als sehr wertvoll und nötig, dass wir unser einzigartiges Experiment bzw. Projekt, das schon über das Experimentierstadium hinausgewachsen ist, auch schriftlich festhalten und vielleicht in Zukunft einmal publizieren zu können. Auf diesem Gebiet gibt es wenig Schriftliches, weshalb es uns ein noch grösseres Anliegen ist, diese Lücke wenigstens ein wenig zu schliessen. Es ist von Bedeutung, damit wir diese Erfahrungen für die Forschung zur Verfügung stellen und kritisch unter die Lupe nehmen lassen. Es soll auch dazu dienen, dass auch in einer Zeit biologistischer Betrachtungsweise psychologischer Vorgänge all das vorhandene Wissen über stattgefundene Gefühlsveränderungen durch Psychotherapie, Gruppenpsychotherapie und Soziotherapie, das ja schon da ist, nicht verloren geht und mit unseren Ergebnissen ergänzt wird.


3) Gut besucht ist die psychologisch geführte Kochgruppe mit gemeinsamem Mittagessen. Den Beliebtheitsgrad kann man daran ermessen, dass wir das Angebot innerhalb eines Jahres von drei Mal auf fünf Mal pro Woche vergrössern mussten. Wie Sie wissen, versuchen wir trotz der Grösse von 10 bis 20 Personen immer, das Gespräch unter Leitung von Diethelm Raff und Lilly Merz Raff, zusammen zu führen und auch für jeden etwas zu besprechen, wovon er für sein eigenes Leben und seine Fragen oder für die Erweiterung der Menschenkenntnis profitiert. Es ist ein eigentlicher Kurs in Psychologie und bringt jedem, der aktiv und interessiert dabei ist, viel Menschenkenntnis und auch eine Übung in der direkten Kommunikation. Diejenigen, die wollen, können sogar an ihrer Gefühlsaufarbeitung direkt weitermachen. Der Versuch, alle noch so unterschiedlichen Menschen zu einander zuführen, ist bis jetzt gut gelungen. Wir haben gemerkt, dass das jeden zutiefst im Gefühl beruhigt. Der Grund der Beruhigung ist vor allem, weil er keine Angst haben muss, ausgeschlossen zu werden, komisch zu sein oder nicht dazu zu passen. Es ist – wie der Name unseres Tageszentrums sagt – ein wirkliches Miteinander und Füreinander. Zudem erfährt und erlebt jeder, dass er als Mitmensch für andere von Bedeutung ist, nicht nur beim Kochen und gegenseitigen Bedienen, sondern auch im Gespräch, wenn er seine Aufmerksamkeit und sein Interesse einem anderen schenkt und bei dessen Situation mitdenkt und überlegt, wie sich der andere fühlen und wie er in seinem Leben oder in seinen Problemen weitermachen könnte. 


4) Auch zum festen Bestandteil unseres Bildungsangebots im Tageszentrum gehören die Psychologische Weiterbildung in Form von Lesegruppen. Neu haben wir nicht nur 2 Mal sondern 3 Mal pro Woche eine Lesegruppe. Jede Lesegruppe dient der psychologischen Weiterbildung und auch der Aufarbeitung eines eigenen gefühlsmässigen Problems, da wir nur Bücher mit psychologischem Gehalt dazu nehmen. So können wir wieder von einer anderen Seite die psychologischen Fragestellungen aufrollen. Es handelt sich um eine psychologische Weiterbildung, die man für sich in Anspruch nehmen kann, soweit es die Bereitschaft zu theoretischer Auseinandersetzung mitbringt und soweit es die gefühlsmässigen Voraussetzungen erlauben, sich verschiedenen psychologischen Fragestellungen anzunähern. Diese Angebote finden in kleinerem Rahmen statt - 4-10 Personen - und sind damit persönlicher. Diese Lesegruppen verwandelten sich jedoch schnell in Gruppen, in denen über persönliche Probleme gesprochen wurden, so dass das Lesen immer mehr wegfiel und psychotherapeutische Gruppen respektive Seminare daraus wurden.  Diethelm Raff und Dr. med. Lilly Merz Raff befassten sich mit Themen wie überhöhte Ansprüche und Eifersucht zu Scheitern im Beruf führen können sowie über die Entstehung des unbewussten Lebensstils und über die Frage, wie mehr Lebensmut als Grundlage von Glück und Zufriedenheit entsteht.  

Ab August begannen Diethelm Raff und Dr. med. Lilly Merz Raff mit einer psychotherapeutischen Gruppe an einem Abend in der Woche, damit auch einige interessierte Berufstätige teilnehmen konnten. Dort ging es vorrangig um Liebesprobleme, wie sie verstanden und überwunden werden können. 


5) 2008 ging es viel ums Lernen in unserem Tageszentrum Meilen: Für Studenten, Lehrlinge, für solche, die sich auf eine Lehre vorbereiten, für Ausländer, die Deutsch lernen wollten. So wurde das Lernen in Gemeinschaft oder einzeln, aber im selben Raum, oder in verschiedenen Räumen einige Zeit ein zentraler, über den Tag und die Woche anhaltender Fixpunkt im Tageszentrum Miteinander Füreinander. Gemeinsam hat man sich immer zum Kaffeetrinken um 10 und um 16 Uhr getroffen, sodass ein Austausch untereinander da war. Es war ein ausgesprochen lebendiger, reger und auch für die seelische Entwicklung und Stärkung intensiver Teil bei uns. Wir sprachen beim Mittagessen und beim Kaffee viel übers Lernen allgemein, über Lernschwierigkeiten, über Schwächegefühle beim Lernen, über Überschätzung des Stoffes, über unrealistische Vorstellungen, wie schnell man etwas lernen sollte usw. So entstand ein richtiges Lernen über das Problem Lernen oder man kann sagen, dass man das Lernen lernen konnte. Viele wurden durch fleissige Lerner ermutigt, auch mehrere Stunden zu lernen, ja haben das überhaupt das erste Mal gesehen, dass man doch einige Zeit am Stück am Lernen sein kann und so gut weiterkommen kann. Das ergab eine richtige Lernstimmung, eine Ermutigung, selber auch zu lernen. 

6) Frau L. hat in diesem Jahr mit viel Engagement jeden Donnerstagnachmittag die Gruppe für kreatives Gestalten geführt. Auch das Anfertigen von Dekorationen für Ostern, Advent und Weihnachten zusammen mit Erwachsenen und Kindern hat sie gut angeleitet und machten vielen grosse Freude. So entstanden auch teilweise enge Beziehungen unter den Teilnehmern. Es war eine Möglichkeit unkompliziert in Beziehung und ins Gespräch zu kommen.


7) Ab Herbst hat eine Künstlerin am Freitagnachmittag einen Kurs für Ausdrucksmalen gestaltet und die Teilnehmer konnten sich durch die warmherzige und liebevolle Art von Frau B. erholen und gleichzeitig etwas schönes Malen.


8) Zugunsten der wertvollen Arbeit von Dr. Beat Richner, konnten wir auch dieses Jahr viel in unserem Bazar verkaufen und den Erlös von etwa 1500 SFr. an seine Kinderspitäler in Kambodscha weiterleiten. So trugen viel auch in diesem Jahr durch Backen und Basteln neben dem Kochen oder an den Nachmittagen dazu bei, dass wir verschiedenste Objekte verkauft werden können. Mit Beat Richner verbindet uns die Idee, dass jeder Mensch auf der Welt das Anrecht darauf hat, die beste Behandlung zu erhalten, die bis heute möglich ist. Genauso meinen wir, dass wir im Tageszentrum Miteinander Füreinander die gegenseitige Unterstützung und das bestmögliche Wissen allen zugute kommen lassen wollen, unabhängig vom Einkommen und der Herkunft.


9) Schon traditionell haben wir am 24.12. unser Weihnachtsfest mit Essen, Gesprächen, Geschenken, Singen und gemütlichem Beisammensein. Es bildet einen würdigen Abschluss des Jahres und ist für viele, die an diesen Tagen oft alleine sind oder die gerne gemeinsam feiern wollen, ein schönes gemeinschaftliches Erlebnis und eine Erholung.

10)  Unsere Vorträge sind sehr beliebt und wir haben immer sehr viele Besucher. 
Folgende Vorträge wurden dieses Jahr gehalten: 


Am 8. Mai sprach lic. phil. Diethelm Raff, Psychologe FSP 
über das Thema „Wie lassen sich Überforderungsgefühle und Anstrengung mildern?“

Am 5. Juni erklärte Frau Dr. med. Lilly Merz Raff in einem spannenden Vortrag über ein weitverbreitetes Leiden: „
Wie kommt es zu depressiven Verstimmungen und Depressionen?
Wie kann man daraus herausfinden?“

Am 3. Juli legte lic.phil. Diethelm Raff dar: „
Wie kann man Unsicherheiten und Nervosität überwinden?“, indem er auf die Hintergründe dieser Gefühlslage einging und daraus ableitete, wie diese allseits verbreitete Einschränkung im Leben  behoben werden kann.

Am 21. August befasste sich Dr. med. Lilly Merz Raff mit der Frage„
Warum ist eine gute Bindung der Kinder zu den Eltern fürs ganze Leben wichtig und wie entsteht sie?“, was einen guten Einblick gibt, warum verschiedene Schwächen im Leben vorhanden sind.

Am 13. November sprach lic. phil. Diethelm Raff 
¨ über „Ängste – Panik – Soziale Phobie: Entstehung und Überwindung“, ein Thema, das viele in den Bann zog.

Und im letzten Vortrag am 11. Dezember führte Dr. med. Lilly Merz Raff über das Thema aus: „Was führt zu Glück oder Pech in der Liebe? 
Eine Betrachtung aus psychologischer Sicht“, ein Thema, das noch heute oft sehr oberflächlich bearbeitet wird.

Also es handelte sich wieder um ein intensives Programm, das wir anbieten und das aus regen Zuspruch trifft.

 

11)  Wir möchten heute betonen, dass wir einige Helfer unter uns haben, die uns viel und treu über Jahre halfen, was uns sehr freut. Sie betonen immer wieder, dass sie es zu ihrem eigenen Nutzen machen, weil sie selbst damit ihr Leben bereichern und viel lernen darüber, wie die menschliche Psyche wirklich funktioniert und wie man auch skurrile Verhaltensweisen verstehen lernt, wenn man dem Menschen näher kommt und miterleben kann, dass sich diese verändern lassen, wenn man die Lebensstilmuster erfasst und verändert. Dieses Erlebnis bereichert das eigenen Leben und gibt einem eine viel grössere Verbundenheit mit allen Menschen und verankert einen im Leben viel mehr. Wir haben diese Helfer dieses Jahr zu einem Nachtessen  eingeladen. So wollten wir unseren grossen Dank kundtun und meinen, dass wir das unseren Spendern gut vermitteln können, da die Helfer neben ihrer eigenen Schulung des Einfühlungsvermögens keine materielle Entschädigung erhalten.

III. Zum Abschluss möchten Ihnen kurz über zwei Beispiele von persönlichen Entwicklungen berichten, die in diesem Jahr stattfanden: 

1) Ein Mann, der vor ca. drei Jahren mehrere Wochen im Tageszentrum Miteinander Füreinander wegen Ängsten, Panikattacken und Depression teilgenommen hatte und sich durch die vielen psychologischen Gruppen, Seminaren und Vorträgen, sowie kreativem Gestalten erholt hatte, feierte in diesem Jahr seine Hochzeit. Er war wieder voll im Arbeitsleben tätig und erinnerte sich aber gerne an diese Zeit, in welcher er so viel gelernt hatte. Deshalb lud er auch einige Teilnehmer vom Tageszentrum Meilen, die Kollegen oder Freunde geworden waren, dazu ein, was diese wiederum sehr freute und stärkte. Es zeigt so deutlich auf, dass es möglich ist, Freunde in unserem  Tageszentrum Miteinander Füreinander dazu zu gewinnen und bei Erstarken sie auch am ganz alltäglichen Leben teilnehmen zu lassen.


2) Eine Frau kam ca. 2 Monate lang für das gesamte Programm ins Tageszentrum Miteinander Füreinander und konnte so ihre depressive Stimmung, ihre Ängste, ihre Hoffnungslosigkeit, die sich vor allem im Beruf manifestierten, zum grossen Teil verstehen und bewältigen. Sie konnte wieder mit mehr Mut und Selbstvertrauen zurück an ihre Arbeit gehen und kam weiter zu einzelnen psychologischen Weiterbildungen. So hielt sie Kontakt mit den neu gewonnenen Freunden und konnte sich noch weiter mit ihrem Charakter auseinandersetzen und die Schwächegefühle ganz hinter sich lassen.

 

Nun hoffe ich, dass wir Ihnen einen guten Ein- und Überblick geben konnten in das gute und aufbauende Vereinsjahr.

Dr. med. Lilly Merz Raff lic. phil. Diethelm Raff

Präsidentin Aktuar

Meilen, 9.5.2009

  

Regelmässige Aktivitäten 2007:

  • Koch- und Essgruppen 4 Mal pro Woche
  • Psychologische Gruppengespräche 2 Mal pro Woche
  • Vorträge zu psychologischen Themen mind. 1 Mal pro Monat
  • Lesegruppen 2 Mal pro Woche
  • Lernen 
  • Handarbeiten 1 Mal pro Woche
  • Kaffeetrinken 4 Mal pro Woche
  • Kreatives Gestalten 1 Mal pro Woche
  • Weihnachtsfest am 24.12.2007
  • Bazar für Beatocello, Dr. Beat Richner, Kinderspital Kantha Bopha

 

Besondere Aktivitäten 2007:

  • Ausflug zum Freilichtmuseum Ballenberg am 17. Juni
  • Kulturvergleich in Gefühlsabläufen mit Kongolesen und Angolanern
  • Adventskranzbasteln
  • Basteln für Grosseltern, Eltern und Kinder

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